28.02.2025 19:48:37
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Verwaltungsratspräsident Lütolf scheidet bei Ruag International aus
(Zusammenfassung)
Zürich (awp/sda) - Verwaltungsratspräsident Remo Lütolf tritt von seinem Amt beim Technologiekonzern Ruag International altershalber zurück. Bei der Generalversammlung am 20. Mai stellt er sich nicht mehr zur Wiederwahl. Seine Nachfolge muss der Bundesrat bestimmen.
Lütolf erreicht in der kommenden Wahlperiode die Altersgrenze von 70 Jahren, wie Ruag International am Freitagabend mitteilte. Lütolf war seit 2018 Verwaltungsratspräsident und seit 2014 Mitglied im Aufsichtsgremium.
Die Landesregierung will Ruag International nach der Aufspaltung des Technologie- und Rüstungskonzerns in den hauptsächlichen Militärdienstleister Ruag MRO und die internationale Sparte im Jahr 2020 eigentlich verkaufen und anschliessend liquidieren.
Uneinigkeit über Verkauf
Ruag International besteht im wesentlichen aus dem schwerpunktmässig im Raumfahrtgeschäft tätigen Bereich Beyond Gravity. Der Nationalrat will den Verkauf des als zukunftsträchtig und sicherheitsrelevant bezeichneten Raumfahrtgeschäfts verhindern.
Während der Frühlingssession entscheidet der Ständerat über diese und eine weitere Motion seines Ratsmitglieds Josef Dittli (FDP/UR). Dittli will die Raumfahrtsparte "wenn immer möglich" in Schweizer Händen behalten. Ruag International schrieb, diese Entscheide seien für die künftige Ausrichtung wegweisend.
VR-Präsident während Ungereimtheiten
Lütolf war bis zur Aufspaltung der beiden Unternehmensteile ab 2018 Verwaltungsratspräsident der ungeteilten Ruag. In dieser Funktion war er im August 2019 unter den Empfängern jenes Briefes eines Whistleblowers, der einen Ruag-Manager betrügerischer Geschäfte bezichtigte.
Die Meldung sei sehr konkret und explizit gewesen, hielt die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) in ihren am Montag veröffentlichten Berichten fest.
Die abtretende Verteidigungsministerin Viola Amherd erklärte am Donnerstag, ihr Generalsekretariat sei über das Schreiben informiert gewesen und habe von Lütolf eine Stellungnahme verlangt. Das Unternehmen habe dann gemeldet, an den Vorwürfen sei nichts dran.
Ihr Departement habe sich auf die Kompetenz von Ruag-Leitung und -Aufsicht verlassen, so Amherd. Tatsächlich leitete der Vorgesetzte das Schreiben gemäss der EFK an den Beschuldigten zur Stellungnahme weiter, obwohl explizit daraus hervorging, dass dieser in den Fall involviert war.
Der ehemalige leitende Angestellter der Ruag soll mit seiner Frau und einem deutschen Mittelsmann Armeematerial veruntreut haben. Bei den Geschäften mit den Leopard-Kampfpanzern geht es gemäss EFK um einen möglichen Schaden im hohen zweistelligen Millionenbereich. Die Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei ist noch nicht abgeschlossen.
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