Protokoll |
27.02.2025 14:44:40
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EZB-Rat: Mehr Inflationssorgen im Januar
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Im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sind am 29. und 30. Januar 2025 Sorgen wegen gestiegener Inflationsrisiken laut geworden.
Lane hatte eine Senkung von 3,00 auf 2,75 Prozent vorgeschlagen, dazu aber gesagt: "Die Alternative - eine Beibehaltung des Einlagenzinses auf dem derzeitigen Niveau von 3,00 Prozent - würde die Nachfrage übermässig dämpfen und wäre daher nicht mit der Reihe von Zinspfaden vereinbar, die am besten eine nachhaltige Stabilisierung der Inflation bei dem mittelfristigen Ziel von 2 Prozent gewährleisten. Eine solche Alternative hatte Lane bei früheren Gelegenheiten nicht erwähnt.
EZB-Direktorin Isabel Schnabel sagte laut dem Protokoll: "Jüngste Umfragen deuten darauf hin, dass das Risiko eines Überschreitens des EZB-Inflationsziels von 2 Prozent wieder da ist." Der EZB-Rat als Ganzes sah es als "beruhigend" an, dass die längerfristigen Messgrössen der Inflationserwartungen weiterhin fest bei 2 Prozent verankert seien, auch wenn einige der umfragebasierten Inflationserwartungen sowie der vom Markt abgeleitete Inflationskompensation leicht nach oben korrigiert worden seien.
Der EZB-Rat war der Ansicht, dass, solange der Disinflationsprozess auf Kurs bleibe, die Leitzinsen weiter auf ein neutrales Niveau gebracht werden könnten, um die Wirtschaft nicht unnötig zu bremsen. Allerdings hätten sich die Wachstumsrisiken nicht in einem Masse verschoben, das eine Beschleunigung der Annäherung an einen neutralen Kurs erforderlich machen würde. Darüber hinaus wurde argumentiert, dass angesichts der vorherrschenden Unsicherheiten grössere Vorsicht bei Umfang und Tempo weiterer Zinssenkungen geboten sei, wenn sich die Leitzinsen dem neutralen Bereich näherten.
Die nächste EZB-Ratssitzung findet am 5./6. März statt. Analysten rechnen mit einer weiteren Zinssenkung um 25 Basispunkte und wollen nicht ausschliessen, dass die EZB die Märkte auf eine Zinspause vorbereitet.
Von Hans Bentzien
DOW JONES
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