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Im Visier der Behörden 13.02.2021 23:22:00

Schwerwiegende Vorwürfe gegen Alibaba: Anleger ziehen die Reissleine

Schwerwiegende Vorwürfe gegen Alibaba: Anleger ziehen die Reissleine

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba ist wegen mutmasslicher wettbewerbsrechtlicher Vergehen ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. "Eine grosse Anzahl" wohlhabender Investoren hat nun die Reissleine gezogen und ist aus der Alibaba-Aktie geflohen.

• Monopol-Vorwürfe gegen Alibaba
• Kartellrechtliches Verfahren eingeleitet
• Grossinvestoren ziehen sich aus Alibaba-Aktie zurück

Alibaba, Chinas grösstes E-Commerce-Unternehmen, aber auch Konkurrenten wie Tencent, befinden sich seit geraumer Zeit im Visier der Aufsichtsbehörden, da sie aufgrund ihrer enormen Nutzerbasis erheblichen Einfluss auf zahlreiche Aspekte des täglichen Lebens in China haben. Das Land geht daher hart gegen diese Unternehmen vor, so wurden kürzlich Untersuchungen wegen angeblicher monopolartiger Geschäftspraktiken bei Alibaba eingeleitet. Chinas staatliche Behörde für Marktregulierung (SAMR) untersucht die Praxis Alibabas, Verkäufer zur Unterzeichnung von Exklusivverträgen zu drängen, sodass diese ihre Produkte nicht anderweitig verkaufen können.

Grossinvestoren fliehen aus der Alibaba-Aktie

Aufgrund dieser Untersuchungen sei eine "grosse Anzahl" wohlhabender Investoren skeptisch geworden und habe die Aktie des Internetriesen unter Jack Ma abgestossen, wie Bloomberg unter Berufung auf die Citigroup berichtet. Dieser massive Abverkauf begann teilweise schon vergangenen Dezember, woraufhin das Papier an der NYSE zwischenzeitlich bis auf rund 211 US-Dollar gefallen war. Zuvor in der zweiten Jahreshälfte hatten die vermögenden Investoren erhebliche Summen in den chinesischen Aktienmarkt gesteckt, heisst es bei Bloomberg. Gegen Ende des Jahres 2020 wuchsen dann aber die Sorgen aufgrund der Ermittlungen, des politischen Risikos sowie einer möglichen staatlichen Einflussnahme, wie The Motley Fool schreibt, weshalb zahlreiche Grossinvestoren die Reissleine zogen.

Auch Alibaba-Tochter im Visier der Behörden

Doch nicht nur Alibaba steht unter Beobachtung, auch der Druck auf das Tochterunternehmen Ant Group wächst, nachdem im vergangenen Jahr der geplante Rekord-Börsengang kurzfristig abgesagt wurde. Es sollte der grösste Börsengang aller Zeiten werden, der fast 35 Milliarden US-Dollar hätte einbringen sollen. Das geplatzte IPO wurde damit begründet, dass sich das "aufsichtsrechtliche Umfeld" geändert habe, wie die Börse in Shanghai offiziell hatte verlauten lassen. Die chinesischen Aufsichtsbehörden sollen die Ant Group daher nun aufgefordert haben, strengere Finanzvorschriften für Bankdienstleistungen einzuführen.

Diese generell verstärkte Kontrolle der Tech-Giganten zog auch an den Alibaba-Anteilsscheinen nicht unbemerkt vorüber - sie brachen um fast 20 Prozent gegenüber dem kurz zuvor erreichten Rekordhoch ein.

Alibaba-Aktie: Erholung nach Abverkauf

Alibaba-Gründer Jack Ma war aufgrund der staatlichen Ermittlungen gegen den E-Commerce-Giganten und die Ant Group gegen Ende des zurückliegenden Jahres verschwunden. Vor einigen Tagen tauchte er zum ersten Mal seit Anfang November wieder auf, worauf die Alibaba-Aktie mit einem zeitweisen Anstieg von rund 11 Prozent reagierte. Im bisherigen Jahresverlauf konnte sich das Papier nach dem massiven Abverkauf etwas erholen. Dennoch bleiben die Sorgen und Zweifel weiterhin bestehen. Die Untersuchungen wurden gerade erst gestartet. Somit dürfte es auch in näherer Zukunft spannend bleiben um den chinesischen Handelsriesen.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: testing / Shutterstock.com,www.alibabagroup.com,Gil C / Shutterstock.com

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