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KI-Wettlauf |
25.02.2025 23:18:00
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Trotz DeepSeek-Konkurrenz: Knackt die NVIDIA-Aktie bald die 4-Billionen-Dollar-Marke?

Trotz neuer Konkurrenz aus China bleiben Experten optimistisch für NVIDIA. Als nächstes könnte der KI-Gigant die 4-Billionen-Dollar-Marke ins Visier nehmen.
• Experten bleiben optimistisch für NVIDIA
• 4-Billionen-Dollar-Marke im Fokus
DeepSeek erobert KI-Markt
Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat den weltweiten KI-Markt aufgemischt. Mit der Veröffentlichung von DeepSeeks KI Modell DeepSeek-R1 im Januar fuhr ein Beben über diverse KI-Titel, darunter auch KI-Gigant NVIDIA. Schnell gelang es dem chinesischen ChatGPT-Konkurrenten zur meist heruntergeladenen kostenlosen App im Vereinten Königreich sowie der USA zu werden.
Doch trotz der milliardenschweren Kurseinbrüche an den Aktienmärkten könnten laut Experten wie Don Townswick noch weitere Verluste bevorstehen. Der Direktor für Aktienstrategien bei Conning Asset Management erklärte gegenüber "MarketWatch", dass die Auswirkungen von DeepSeek noch nicht vollständig in den Kursen der US-Aktien eingepreist seien.
Doch das chinesische Startup steht nicht nur wegen seiner kostengünstigeren Nutzung im Fokus. Zuletzt machten auch Sorgen in puncto Cybersicherheit Schlagzeilen. Im Fokus stehen dabei mehrere Aspekte, wie die Deutsche Presseagentur bemerkt: die offenbar umfassende Speicherung von Nutzerdaten, die potenzielle Möglichkeit, die Anwendung für kriminelle Zwecke zu manipulieren, sowie die Frage, ob und in welchem Umfang der chinesische Spionage- und Überwachungsapparat Zugriff auf diese Daten erhalten könnte. Ausserdem leitete Microsoft eine Untersuchung ein, um zu überprüfen, ob unrechtmässig auf Daten von OpenAI zugegriffen worden sei
Nichtsdestotrotz gelang es dem chinesischen Unternehmen, die Bewertung von grossen KI-Akteuren in Frage zu stellen. Während einige US-KI-Experten das chinesische Modell DeepSeek loben, betonen sie gleichzeitig, dass ein kostengünstiges Open-Source-Modell westliche Milliardeninvestitionen in KI-Technologie nicht überflüssig machen könne, wie investing.com berichtet. Dennoch sehen Experten in DeepSeek einen potenziellen Wendepunkt in der KI-Entwicklung, insbesondere durch die Entscheidung, das Modell als Open Source bereitzustellen. Risikokapitalgeber Marc Andreessen bezeichnete DeepSeek-R1 als einen "beeindruckenden Durchbruch" und ein "bedeutendes Geschenk an die Welt". Diese Entwicklung könnte jedoch auch die Dominanz westlicher Tech-Konzerne infrage stellen, die bisher vom exklusiven Zugang zu grossen Rechenressourcen profitierten. In den kommenden Wochen könnten die Quartalszahlen grosser US-Technologieunternehmen zeigen, ob und wie stark DeepSeek den Markt bereits beeinflusst hat.
Auswirkungen auf NVIDIA?
Eines eben dieser grosser US-Technologieunternehmen ist bekannterweise NVIDIA. Auch hier könnte die Bilanz, die zum 26. Februar erwartet wird, genaueren Aufschluss darüber geben, welche Auswirkungen DeepSeek bereits auf das Unternehmen hatte.
Experten bleiben gegenüber dem US-Konzern jedoch weiterhin optimistisch eingestellt. So gehe NVIDIA laut den Einschätzungen von JPMorgan vermutlich als Gewinner des DeepSeek-Schocks hervor: Laut MarketWatch erwarten die Experten, dass die zunehmende Rechenkomplexität und die wachsende Nutzung von KI-Anwendungen die Nachfrage nach Hochleistungschips weiter steigern werden. Neben NVIDIA könnten dabei auch Unternehmen wie Broadcom und Micron Technology von diesem Trend profitieren.
Chefstratege Peter Oppenheimer bei Goldman Sachs rechnet derweil nicht damit, dass der durch DeepSeek ins Rollen gebrachte zeitweise Kursrutsch zu einem umfassenden Bärenmarkt führen werde.
Ganz im Gegenteil: Der jüngste Kurseinbruch von NVIDIA - mit einem Rekord-Wertverlust von rund 600 Milliarden US-Dollar an nur einem Tag und einem Kursrückgang von fast siebzehn Prozent - wurde von einigen Investoren als Gelegenheit zum Nachkauf genutzt. So habe der erfahrene Wall-Street-Investor Chris Versace die Bestände des Unternehmens im Portfolio von TheStreet Pro um zehn Prozent aufgestockt.
Versace bezeichnete die Marktreaktion auf die Konkurrenz durch DeepSeek als übertrieben und verwies darauf, dass das chinesische Unternehmen bereits im November 2024 erste Hinweise auf sein KI-Modell gegeben hatte. Zudem seien Fragen zu Datenschutz und Sicherheit weiterhin ungelöst, was die kurzfristige Bedrohung für NVIDIA relativiere.
Ähnlich optimistisch zeigten sich die Analysten von Wedbush, die den Einbruch als "goldene Kaufgelegenheit" einstufen. NVIDIA sei weiterhin der führende Anbieter für Chips, die in autonomen Systemen, Robotik und anderen KI-Anwendungsbereichen unverzichtbar seien, betonte Analyst Daniel Ives.
NVIDIA auf dem Weg zum 4-Billionen-Dollar-Konzern
Gemäss einer Prognose von The Motley Fool dürfte das DeepSeek-Beben NVIDIA zudem nicht davon abhalten, die erste KI-Aktie mit einer Bewertung von vier Billionen US-Dollar zu werden.
Seit der Einführung von ChatGPT im November 2022 hat NVIDIA einen aussergewöhnlichen Aufstieg hingelegt und seine Marktkapitalisierung auf fast vier Billionen US-Dollar gesteigert. Trotz eines vorübergehenden Rückgangs der Aktienkurse, ausgelöst durch die Ankündigung von DeepSeek, bleibt das Wachstumspotenzial von NVIDIA weiterhin intakt.
Die Nachfrage nach KI-Technologien könnte laut dem Jevons-Paradoxon sogar steigen, da durch effizientere und kostengünstigere Entwicklungen der Einsatz von KI noch attraktiver wird, so The Motley Fool. NVIDIA, als führender Anbieter von Hochleistungsprozessoren für KI-Anwendungen, dürfte von diesem Trend klar profitieren.
Um die Marke von vier Billionen US-Dollar zu erreichen, müsste die Aktie um etwa achtunddreissig Prozent zulegen. Wenn der am 26. Februar erwartete Quartalsbericht positive Ergebnisse liefert, könnte bereits eine Kurssteigerung von vierzehn Prozent ausreichen, um diesen Meilenstein zu erreichen. Die langfristigen Perspektiven bleiben daher trotz der neuen Konkurrenz vielversprechend.
Zuletzt betrug die Marktkapitalisierung von NVIDIA rund 3,4 Billionen US-Dollar (Stand: 21.02.2025).
Redaktion finanzen.ch
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