Schutz vor Inflation? |
25.10.2022 23:58:00
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Paul Tudor Jones rechnet mit US-Rezession - doch danach dürften Bitcoin & Co. nach oben schiessen
Einige Experten - darunter auch Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones - gehen davon aus, dass die restriktive Geldpolitik der Fed im Kampf gegen die hohe Inflation die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Nach einer Rezession sieht der Investor jedoch Chancen für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether, die zuletzt deutlich unter Druck geraten waren.
• US-Notenbank sollte laut Jones dennoch weiter straffen
• Wall Street-Legenden prognostizieren nach Rezession Chance für Kryptowährungen
Paul Tudor Jones erwartet Rezession
Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones erklärte kürzlich in einem Interview mit CNBCs Squawk Box, dass er glaubt, dass die USA auf eine Rezession zusteuern - wenn sie sich nicht bereits in einer befinden. "Die meisten Rezessionen dauern ab ihrem Beginn etwa 300 Tage", sagte Jones. "Der Aktienmarkt ist um sagen wir 10 Prozent gefallen. Das erste, was passieren wird, ist, dass die Short-Zinsen aufhören zu steigen und zu fallen beginnen, bevor der Aktienmarkt tatsächlich seinen Boden erreicht." Jones denkt, "dass wir uns wahrscheinlich darauf vorbereiten, das Rezessionsspielbuch durchzugehen" und sagte laut cryptobriefing.com voraus, dass die 2020er Jahre durch einen "Fokus auf die Schuldendynamik", Haushaltsdefizite sowie eine Politik definiert werden würden, "die den Menschen Vertrauen in den langfristigen Wert einer Währung gibt."
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US-Notenbank sollte laut Jones weiter straffen
Der Tudor Investment-Gründer glaubt ausserdem, dass es für die US-Notenbank sehr schwer sein werde, die Inflation wieder auf ihr Ziel von zwei Prozent zu bringen. "Inflation ist ein bisschen wie Zahnpasta. Sobald Sie sie aus der Tube geholt haben, ist es schwierig, sie wieder hineinzubekommen", gibt CNBC Jones wieder. "Die Fed versucht wütend, diesen Geschmack aus ihrem Mund zu spülen. ... Wenn wir in eine Rezession geraten, hat das wirklich negative Folgen für eine Vielzahl von Vermögenswerten", so der Investor. Dennoch ist er der Meinung, dass die Fed, die den Leitzins in diesem Jahr bereits mehrfach deutlich angehoben hat, weiter straffen sollte, um langfristige Schmerzen für die Wirtschaft zu vermeiden. "Wenn sie nicht weitermachen und wir eine hohe und dauerhafte Inflation haben, schafft das meines Erachtens nur mehr Probleme in der Zukunft", erklärte Jones. "Wenn wir langfristigen Wohlstand haben wollen, brauchen wir eine stabile Währung und eine stabile Methode, sie zu bewerten. Also ja, man muss auf lange Sicht eine Inflation von 2 Prozent und darunter haben, um eine stabile Gesellschaft zu haben. Es gibt also kurzfristige Schmerzen, die mit langfristigem Gewinn verbunden sind."
Investor sieht nach Rezession Chancen für Bitcoin und Ether
Für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, die derzeit weit unter ihren Höchstständen vom vergangenen Herbst notieren, sieht Paul Tudor Jones, der nach wie vor selbst Bitcoin hält, in einer Welt nach der Rezession Aufwärtspotenzial. Gegenüber CNBC erklärte er, er glaube, dass diese Anlageklasse in Zukunft ein erhebliches Wachstum verzeichnen könne. Als potenziellen Katalysator für einen Krypto-Anstieg betrachtet der Hedgefonds-Manager die hohen Inflationsraten. "In einer Zeit, in der es zu viel Geld gibt, weshalb wir Inflation haben, und zu viele Steuerausgaben, wird so etwas wie Krypto - insbesondere Bitcoin und Ethereum -, wovon es eine begrenzte Menge gibt, irgendwann einen Wert haben", gab er sich überzeugt.
Zudem ist Jones der Meinung, dass eine Wende in der restriktiven Haltung der Fed zu einem Anstieg der globalen Märkte führen könnte. "Wenn [ein Pivot] passiert, werden Sie wahrscheinlich eine massive Rallye in einer Vielzahl von heruntergekommenen Inflationsgeschäften haben, einschliesslich Krypto", zitiert cryptobriefing.com den Investor. Auf die Frage, ob Krypto einen "viel höheren" Wert als heute haben würde, sagte Jones: "Ich denke schon, ja". Gleichzeitig gab er jedoch zu, dass er nicht wisse, wann die Preise steigen würden.
Weitere Wall Street-Legende erwartet Erholung für Kryptos
Auch der Investor und Hedgefonds-Manager Stanley Druckenmiller rechnet bis Ende 2023 mit einer harten Landung für die US-Wirtschaft. Er erwartet, dass die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank Fed die Wirtschaft in eine Rezession stürzen werde. "All diese Faktoren, die einen Bullenmarkt verursachen, hören nicht nur auf, jeder von ihnen wird umgekehrt", erklärte Druckenmiller vor wenigen Wochen gegenüber CNBC. "Wir stecken in grossen Schwierigkeiten." Doch auch er glaubt, dass Kryptowährungen trotz des düsteren makroökonomischen Hintergrunds irgendwann eine Erholung verzeichnen könnten und wies laut cryptobriefing.com auf eine mögliche Krypto-"Renaissance" hin, wenn die Öffentlichkeit beginne, das Vertrauen in die Zentralbanken zu verlieren.
Die bullishen Krypto-Thesen von Jones und Druckenmiller beruhen auf der Idee, dass Bitcoin als Absicherung gegen Inflation fungieren kann. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte sich Jones zu einer Gruppe von Experten gesellt, die vor einer anhaltend hohen Inflationsrate gewarnt haben und hatte Anlegern empfohlen, zur Absicherung lieber auf Kryptowährungen als auf Gold zu setzen.
Redaktion finanzen.ch
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