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Kryptobranche stärken 12.02.2022 23:21:00

Crypto.com stockt Krypto-Fonds auf: Investments in Metaverse, Blockchain, NFT und DeFi

Crypto.com stockt Krypto-Fonds auf: Investments in Metaverse, Blockchain, NFT und DeFi

Der Krypto-Handelsplatz Crypto.com stockte das Budget seiner Investmentgesellschaft kürzlich deutlich auf, um noch mehr Startups aus dem Blockchain-Bereich zu unterstützen. Eine Untersuchung zeigt, dass dies kein Einzelfall ist.

Coinbase
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• Krypto-Fonds aufgestockt
• Bereits mehr als 20 Startups unterstützt
• Konkurrenz zieht nach

Crypto.com baut Angebot aus

Der Handel mit Kryptowährungen zählt zu den aktuellen Trends der Finanzwelt - und ist ein umkämpftes Feld. Mit Aussicht auf das Internetkonzept Web3 positionieren sich Unternehmen aus der Branche bereits, um am nächsten grossen Boom teilzuhaben. So auch Krypto-Börsen wie Crypto.com: Die Plattform wirbt damit, die "weltweit am schnellsten wachsende Krypto-App" zu sein und betreut laut Unternehmensangaben mehr als zehn Millionen Nutzer. Dabei können in der Anwendung über 250 Kryptowährungen gekauft und verkauft werden, immer wieder kündigen die Macher Neuzugänge an. Auch den Handel mit NFTs hat man mittlerweile aufgenommen. Seit Oktober 2021 wirbt ausserdem US-Schauspieler Matt Damon für Crypto.com. Nun gibt es erneut Neuigkeiten von Seiten der Börse.

Krypto-Fonds deutlich aufgestockt

Wie Crypto.com Capital, der Investmentzweig der Handelsplattform, kürzlich in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde mit Jon Russell ein neuer Partner des Risikofonds der Gesellschaft eingestellt. Der vorherige Technologiejournalist betreut damit ab sofort den Fonds mit, der erst im März 2021 mit einem Volumen von 200 Millionen US-Dollar aufgelegt wurde und vollständig durch die Bilanz des Unternehmens finanziert wird, so das Unternehmen. Bereits zum Start verfolgte man das Ziel, junge Startups der Branche zu fördern. Mit Russells Einstellung wurde das Volumen des Fonds nun auf 500 Millionen US-Dollar erhöht, wie "TechCrunch" berichtet. Bei Crypto.com erhofft man sich mit diesem Schritt, den Kryptohandel noch mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und eine Milliarde Nutzer zu erreichen.

Fokus auf Metaverse, Blockchain, NFTs und DeFi

Zwar investiere der von Crypto.com-Mitgründer Bobby Bao geführte Fonds unabhängig, Partnerunternehmen können dabei aber von Fachwissen und verschiedenen Vorteilen profitieren, so die Investmentabteilung. Gesucht werden der Pressemitteilung zufolge Unternehmen, die in den Bereichen Metaverse, Blockchain-Gaming, NFTs oder Decentralized Finance tätig sind. Bis jetzt wurden so über 20 Kooperationen abgeschlossen, darunter mit Unternehmen wie dem Blockchain-Betreiber Efinity, dem Avatar-Anbieter Genies, der DeFi-Wallet DeBank, dem Metaverse-Entwickler Alethea AI, der NFT-Plattform YGG SEA und dem Software-Entwickler Matter Labs. In Series-A-Finanzierungsrunden würden die Nachwuchsunternehmen in der Regel mit bis zu 10 Millionen US-Dollar unterstützt werden. "Crypto.com Capital ist noch nicht einmal ein Jahr alt, aber wir arbeiten bereits Hand in Hand mit Dutzenden von Weltklasse-Gründern und wir wollen noch mehr finden", so Bao laut der Ankündigung. "Der Crypto.com Capital-Fonds bietet einen einzigartigen Vorteil, um den weltbesten Web3-Gründern und -Startups zu helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen, und ich kann es kaum erwarten, meinen Teil dazu beizutragen", wird auch Russell zitiert.

Investitionen sollen Kryptobranche stärken

Mit dem Ausbau des Fonds wolle man vor allem das Wachstum der Kryptobranche antreiben, so der neue Partner der Investmentgesellschaft. "Wenn Sie in der Branche tätig sind, liegt es in Ihrem Interesse, Unternehmen zu helfen, im Ökosystem zu wachsen, und dem Ökosystem selbst, zu wachsen", erklärt Russell gegenüber TechCrunch. Trotz der Aufnahme in den Fonds seien die jungen Firmen aber nicht verpflichtet, der Krypto-Börse mit Sonderkonditionen entgegenzutreten oder ihre Token dort anzubieten. Zwar gebe es in der Branche auch einige schwarze Schafe, das Potenzial von Kryptowährungen sei jedoch nicht von der Hand zu weisen. "Es gibt sicherlich eine Menge Hype und heisse Luft in der Krypto- und Web3-Branche, aber es ist unmöglich, das Talent zu ignorieren, das in die Branche strömt", so Russell weiter. Darüber hinaus sei es aber auch wichtig, die Trends der Branche aufmerksam zu verfolgen und auf neue Entwicklungen zu reagieren.

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Mehr Investitionen denn je in Krypto-Startups

Dabei investiert aber nicht nur Crypto.com in Startups aus der Branche: Laut eines Berichts der Investmentgesellschaft Galaxy Digital ist die Finanzierungsaktivität bei Krypto-Startups auf einem Rekordhoch. So sei 2021 mehr als 33 Milliarden US-Dollar an Risikokapital in junge Unternehmen aus den Bereichen Kryptohandel und Web3 geflossen - und damit mehr als in allen vorherigen Jahren zusammen. "Die Bewertungen im Krypto-/Blockchain-Bereich waren im vierten Quartal 141 Prozent höher als im restlichen Risikokapitalbereich, was ein gründerfreundliches Umfeld und den intensiven Wettbewerb zwischen den Investoren um die Zuteilung von Deals unterstreicht", zitiert TechCrunch aus dem Bericht.

Mitbewerber nehmen ebenfalls Geld in die Hand

Und auch die Konkurrenz schläft nicht. Die Krypto-Börse FTX stellte erst wenige Tage zuvor einen zwei Milliarden US-Dollar schweren Krypto-Fonds vor, der mehr als 15 Startups beinhaltet. Und auch die Mitbewerber Coinbase und Binance sollen TechCrunch zufolge in den Web3-Bereich investieren. Dabei werden die Startups aber nicht nur von Krypto-Börsen unterstützt. Die Investitionen stammen aus zahlreichen in der Branche verwurzelten Unternehmen. So pumpten laut TechCrunch auch die Entwickler von Cybercoins wie Solana, Avalanche und Polkadot Geldbeträge in Blockchain-Startups.

Redaktion finanzen.ch

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