KI-Profiteur im Blick |
27.02.2025 10:01:00
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NVIDIA-Aktie gibt trotz überzeugender Bilanz leicht nach
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Die nachbörsliche Bilanzvorlage von NVIDIA beschäftigt die Anleger an der US-Börse NASDAQ.
Doch jetzt übertraf NVIDIA die Erwartungen der Analysten sowohl mit dem Umsatz im vergangenen Quartal als auch mit der Prognose für das laufende Vierteljahr. Konzernchef Jensen Huang sagte sogar, Deepseek sei "fantastisch" für NVIDIA gewesen. Denn die chinesischen Entwickler hätten eine neue Technik zum Erzeugen von KI-Antworten allgemein verfügbar gemacht. Und das treibe wiederum den Bedarf an Chips von NVIDIA an, argumentierte Huang im TV-Sender CNBC. Denn solche KI-Modelle brauchten zum Teil 100 Mal mehr Rechenleistung als als frühere Software.
Schlüsselposition im KI-Geschäft
NVIDIAs Chip-Systeme werden rund um die Welt für das Training von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz verwendet. Schwergewichte wie Google oder der Facebook-Konzern Meta füllen ganze Rechenzentren damit - aber auch KI-Start-ups wie die ChatGPT-Erfinderfirma OpenAI setzen darauf. Diese Schlüsselposition liess das Geschäft von NVIDIA in den vergangenen zwei Jahren explosiv wachsen.
Aktuell ist NVIDIA dabei, eine leistungsstärkere neue Generation seiner KI-Chips mit dem Namen "Blackwell" auf den Markt zu bringen. Technische Probleme hätten die Einführung um einige Monate verzögert, seien inzwischen aber gelöst, sagte Huang. Die "Blackwell"-Nachfrage sei "ausserordentlich", versicherte er. Er habe bei dem Chipsystem, das eineinhalb Tonnen wiege und aus mehr als einer Million Teilen bestehe, ein besseres Gefühl als drei Monate zuvor.
Geschäft wächst weiter schnell
Der Chipgigant NVIDIA erwirtschaftete im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 2025 einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,89 US-Dollar. Analysten hatten erwartet, dass im Berichtszeitraum ein Gewinn von 0,845 US-Dollar je Aktie zustande kommen würde, nachdem der KI-Profiteur im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein EPS von 0,50 US-Dollar erzielt hatte. Netto verdiente NVIDIA unter dem Strich 22,06 Milliarden Dollar nach 20,01 Milliarden Dollar vor Jahresfrist.Der Quartalsumsatz von NVIDIA belief sich im jüngst abgeschlossenen Jahresviertel auf 39,3 Milliarden US-Dollar, nach 22,10 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Prognosen der Analysten hatten den Umsatz im Berichtszeitraum auf 38,08 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Geschäft mit Technik für Rechenzentren wuchs sogar noch schneller mit einem Plus von 93 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar. "Blackwell" habe elf Milliarden Dollar davon eingebracht. Unterm Strich stieg der Gewinn von 12,3 auf 22,1 Milliarden Dollar.
Im Gesamtjahr verdiente der KI-Riese je Aktie 2,94 US-Dollar, was einem kräftigen Plus im Vorjahresvergleich (1,19 US-Dollar je Aktie) entspricht. Der Nettogewinn schoss von 29,7 auf 72,8 Milliarden US-Dollar nach oben. Die Erlöse lagen bei 130,49 Milliarden US-Dollar und damit höher als am Markt erwartet: Analysten hatten nach einem Umsatz von 60,92 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor nun 129,40 Milliarden Dollar erwartet.
Für das laufende Vierteljahr sagte NVIDIA einen Konzernumsatz von 43 Milliarden Dollar voraus - mit der Einschränkung, dass er um zwei Prozent höher oder niedriger ausfallen könne. Analysten hatten im Schnitt eher mit einer Prognose von rund 42 Milliarden Dollar gerechnet. Die NVIDIA-Aktie gab im nachbörslichen US-Handel dennoch um rund 1,5 Prozent nach. Eine der Sorgen der Anleger ist, dass noch härtere Einschränkungen für den Verkauf moderner NVIDIA-Chips nach China das Geschäft des Konzerns bremsen könnten.
Im nachbörlichen Handel an der NASDAQ pendelte die NVIDIA-Aktie am Mittwochzwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her. Am Donnerstag zeigt sie sich vorbörslich ebenfalls weitgehend unentschlossen und steht zeitweise nur 0,16 Prozent tiefer bei 131,07 US-Dollar.
Redaktion finanzen.ch / awp international
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